Sehenswürdigkeiten

 

Burg Dringenberg

burg dringenbergSeit Jahrhunderten dominiert die mächtige Burg auf dem 298 m hohen Berg die Silhouette von Dringenberg. Begonnen wurde mit dem Bau 1318. In der Nachfolgezeit hat sie ihr Aussehen mehrfach verändert. Die letzten wesentlichen Umbauten erfolgten unter Bischof Rembert von Kerssenbrock um 1550. Man kann laso sagen, dass die Burg in der heutigen Form rd. 450 Jahre alt ist. Spätere Bauarbeiten dienten nur zur Erhaltung der Bausubstanz.

Die Burg war als Sommerresidenz der Paderborner Bischöfe Verwaltungssitz für den Oberwaldischen Distrikt. Nach der Säkularisation im Jahre 1803 kaufte 1825 die Stadt Dringenberg die Burg mit der Ökonomie. Später wurde dort die Gemeinde- und Amtsverwaltung untergebracht. Das blieb so bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1975.

Pfarrkirche "Mariä Geburt"

Pfarrkirche "Mariä Geburt"Die Ortsmitte der einstigen Titularstadt ist geprägt von der Pfarrkirche "Mariä Geburt". In den Anfangsjahren Dringenbergs wurden eine kleine Kirche, der heutige Kirchturm als Wehrturm errichtet. Eine sehr schmale und beschwerlich zu begehende Treppe führt nach oben. Kirchlein und Turm waren zunächst getrennte Bauwerke. Die heutige Form und Größe erhielt das Gotteshaus in den Jahren 1380-1412.

Das Innere der Kirche hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Zunächst war sie gotisch ausgestattet, später barock und ab Ende des 19. Jahrhunderts neugotisch. Nach der letzten Innenrenovierung 2003/2004 ist ihr Aussehen wieder neugotisch geprägt.

Historisches Rathaus

Historisches RathausNeben der Kirche ist heute das renovierte Historische Rathaus ein weiterer Blickfang im Ortskern. Der Neubau ist in die Anfangsphase des Ortes zu datieren, was durch den Baustil des alten Gewölbekellers untermauert wird. Nach neuesten Erkenntnissen stammt der Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert. Später erfolgte noch eine Erweiterung für landwirtschaftliche Zwecke.

Über Jahrhunderte wurde im Bürgersaal des Erdgeschosses von Stadtrat und Bürgern über das Wohl der kleinen Stadt beraten. Die städtische Verwaltung hatte im Rathaus ihr Domizil. Nach der Säkularisation kam die Verwaltung in die Burg, und das ehemalige Rathaus wechselte den Besitzer. Vor der Renoverung 2002/05 erwarb die Stadt Bad Driburg das baufällige Gebäude, um es dann der "Initiative Historisches Rathaus" für Renovierung und spätere Nutzung zu überlassen.

Zehntscheune/Stadthalle

Zehntscheune/StadthalleZum Ensemble der historischen Gebäude im alten Ortskern in Dringenberg gehört auch die ehemalige Zehntscheune, das Finanzamt des Fürstbischofs. Dort hatten die Bürger den Zehnten ihrer Einkünfte an den Vertreter des Landesherren, den Landdrost, abzuliefern. Der Vorgänger des heutigen Gebäudes war im Dreißgjährigen Krieg den Flammen zum Opfer gefallen, wobei noch heute gerätselt wird, wer dafür verantwortlich zeichnet.

Im Jahre 1682 ließ Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg die neue Zehntscheune in massiver Bausweise errichten. Das in Stein gemeißelte Wappen prangt über dem Eingang.

In den Jahren 1957-59 hat die Gemeinde Dringenberg die Scheune zur Sport- und Festhalle umgebaut, wobei die alte Baussubstanz weitgehend erhalten geblieben ist. 1988 erfolgte der Bau des sogenannten "Kleinen Bruders" unter tatkräftiger Mithilfe von Freiwilligen, insbesondere der Schützenbruderschaft.

Schöpfemühle

SchöpfemühleVon nicht geringer Bedeutung für das historische Dringenberg ist die alte Wasserkunst im Ösetal, die Schöpfemühle. In den Anfangsjahrzehnten versorgten zwei tiefe Brunnen die Bürger und deren Vieh mit Brauchwasser. Da ist zunächst der im Burginnenhof gelegene Burgbrunnen, und dazu kam der westlich des Rathauses gelegene Bürgerbrunnen, wegen seines rumpelnden Räderwerks auch Rumpelbrunnen genannt.

Um 1545 ließ der Landsherr durch Landdrost Hermann von Viermunden die Wasserkunst im Ösetal bauen. Mittels der Wasserkraftder Öse wurde das kühle Nass in einen Kump auf der Freiheit vor der Burg gepumpt. Von dort floss das Wasser durch Holzrohrezu den Abnahmestellen und Viehtränken im Ort, wo es von den Bewohnern entnommen werden konnte. Bis in die 1960er Jahre erhielt der Ort von der Schöpfemühle aus sein Wasser.

Schonlaukapelle

SchonlaukapelleEtwa 2 km vom Ort gelegen steht auf einer Anhöhe die Schonlaukapelle. An dieser geschichtsträchtigen Stelle tagte ab Anfang des 15. Jahrhunderts das für den Oberwaldischen Distrikt zuständige Freigericht. In einer Urkunde aus dem Jahre 1642 wird es als der höchste bischöfliche Freistuhl für diesen Verwaltungsbereich erwähnt, an dem auch die Appelation möglich war.

Im Jahre 1780 ist die jetzige Kapelle anstelle der dort stehenden baufälligen errichtet worden. Sie wurde zu Ehren des Schutzpatrons unseres Bistums, des heiligen Liborius, erbaut. Die Baupflicht des kleinen Gotteshauses obliegt der katholischen Kirchengemeinde in Dringenberg.

In den Jahren 2004/05 ist unter erheblicher Eigenleistung von Dringenberger Bürgern die Kapelle renoviert worden.